70 Jahre SVB - Geschichte

08.07.2019 von Klaus Hilzinger

Der Sportverein Bergfelden 1949 e.V. ist nach der Mitgliederzahl von 508 Mitgliedern (Stand 01.01.2019) der zahlenmäßig stärkste Verein in der hiesigen Ortschaft.
Die Vereinsgründung konnte im Jahr 1949 deshalb vollzogen werden, weil beherzte Männer wie Herbert Grathwol, Werner Hezel, Erich Kipp, Gottlob Michel, Christian Schaible und Erich Weik beim französischen Gouverneur die Abhaltung einer Gründungsversammlung beantragten. Diese Gründungsversammlung wurde mit dem Schreiben vom 06. April 1949 gestattet.

Nach dem Gründungsprotokoll vom 10. Mai 1949 wurde der Sportverein Bergfelden am 13.04.1949 aus der Taufe gehoben. Leiter der Gründungsversammlung war Erich Weik.


Bergfeldens erster Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg, Christian Plocher, übernahm im ersten Vereinsjahr kommissarisch die Leitung des Vereins.

In den Sparten Fußball, Handball und Leichtathletik wollte man sich künftig sportlich betätigen. Zum ersten Vorsitzenden wurde Willi Kopp gewählt. Am 19. Februar 1957 wurde der Sportverein Bergfelden beim Amtsgericht in Horb in das Vereinsregister eingetragen. Die weiteren Eintragungen wurden später dann beim Amtsgericht in Oberndorf vorgenommen.

Der Fußball war zunächst die Sportart, die am meisten Gefallen bei den Mitgliedern fand. Da die Geldmittel fast völlig fehlten, mussten sich die Fußballer zuerst mit einem Behelfssportplatz zufriedengeben.

Mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung und durch erhebliche Eigenleistungen des Vereins konnte schon im selben Jahr zur Pfingstzeit der eigentliche Sportplatz eingeweiht werden.

Die Saison 1949/50 wurde mit einem fünften Tabellenplatz abgeschlossen. Da gleichzeitig eine Jugendmannschaft ins Rennen geschickt werden konnte, war genügend Spielermaterial vorhanden, mit dem auch im Spieljahr 1954/55 der erste große Erfolg gefeiert werden konnte. Die Mannschaft wurde Meister und stieg in die damalige B - Klasse auf. Auch die Jugend ließ durch Kreismeisterschaften in der Saison 53/54, 54/55 und 56/57 aufhorchen.

Im Jahr 1955 wurde Reinhold Kimmich Vorsitzender des SVB.

Auf Initiative des damaligen Lehrers Wittka wurde im Jahre 1954 auch eine Sparte Turnen gegründet, die von Turnwart Alfred Wössner geleitet wurde. Auch in dieser Sportart kam man mit viel Erfolg von den Turnveranstaltungen zurück ins Mühlbachtal. 1955 wurde auf Kosten des Vereins der Sportplatz vergrößert, und zur Einweihung fand am 5. Juni das Mühlbachpokalturnier statt.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des SVB war die Einweihung des Sportheimes am 29. September 1958, das zuvor mit viel Eigenleistungen erstellt worden war. Zum damaligen Zeitpunkt war es das einzige Sportheim in der näheren Umgebung.

Einen großen sportlichen Erfolg konnte der Verein in der Saison 59/60 feiern. Die Männer des SV Bergfelden wurden Meister der A - Klasse und stiegen in die 2. Amateurliga (heutige Landesliga) auf. Es dauerte dann zwar nur ein Jahr, bis die Elf wieder zurück in die A - Klasse musste. Postwendend wurde Bergfelden wieder Meister und konnte sich nunmehr zwei Jahre auf überregionaler Ebene halten. In dieser Zeit (1958 - 1964) leitete Walter Kimmich die Geschicke des Vereins. Nach ihm wurde für zwei Jahre Werner Steinbach Vorsitzender. Seinem Nachfolger Siegfried Herrmann war es dann vorbehalten, den neu angelegten Sportplatz an der damaligen Kirchberger Straße einzuweihen.

Dass nach Höhen auch Tiefen folgen musste man in den kommenden Jahren erfahren. Die „Erste“ stieg in die B – Klasse ab und spielte dort mit unterschiedlichem Erfolg bis 1977. Es erfolgte der Abstieg in die unterste Spielklasse. Doch sofort wurde souverän die Meisterschaft geholt, so dass die Mannschaft in die neu gegründete Kreisliga A aufstieg. Dies war für die Fußballer wie auch für den damaligen Vorsitzenden Rolf Kipp, der von 1970 bis 1981 dem Verein vorstand, eine große Erleichterung.

Im Jahr 1982 wurde Edgar Pakai zum Vorsitzenden gewählt. In dieser Zeit wurde das Sportheim des SV Bergfelden nahezu völlig neugestaltet. In vielen Arbeitsstunden wurde ein völlig neuer „Sportler - Treffpunkt“ geschaffen.

Auch die „Dickeberghalle“ wurde von der Stadt Sulz fertiggestellt. Dies hatte für den Verein völlig neue Perspektiven zur Folge. Die Halle musste mit Leben gefüllt werden, so dass neben dem Fußball weitere Aktivitäten geweckt wurden. Skigymnastik, Jedermannsturnen für Männer und Frauen und Tischtennis gab es nun im Verein. Neben der Wanderabteilung die damals schon seit 20 Jahren im Verein existierte, gründete man auch noch eine Badminton - Abteilung.

Beim Fußball gab es ebenfalls neuen Auftrieb. Unter Trainer Karl-Eugen Becker wurde die Meisterschaft der Kreisliga A im vierten Anlauf endlich geschafft. In der Spielrunde 85/86 stieg man in die Bezirksliga des Bezirks Nördlicher Schwarzwald auf. Im selben Jahr gewann man dann auch den begehrten Mühlbachpokal.

Auf Initiative des Vorsitzenden Edgar Pakai wurden ein Dorfpokalturnier ausgerichtet. Diese Veranstaltung war ein großer Erfolg, so dass sie in den folgenden Jahren zur festen Einrichtung im Vereinskalender wurde. Ein schlimmes Unglück sorgte im Jahre 1991 für die kurzzeitige Einstellung des Dorfpokalturnieres. Durch einen Gewittersturm mit über Windstärke 10 war in Sekundenschnelle das Festzelt zerstört. Es gab glücklicherweise nur Leichtverletzte. Das Fußballturnier mit den Sportfreunden aus Altenberg, der Partnerstadt von Sulz am Neckar, musste zuerst unterbrochen und dann abgebrochen werden.

Als erster Verein veranstaltete der Sportverein Bergfelden 1982 eine Weihnachtsfeier in der neuen Halle, die dann im Wechsel zwischen den drei „großen“ Vereinen durchgeführt wurde.

Dass bei jeder Weihnachtsfeier auch Theaterstücke einstudiert wurden galt bald als selbstverständlich. Der damalige Schulleiter der Bergfelder Grundschule, Alfred Hilzinger, übernahm dabei die Rolle des Intendanten. Mit großem Erfolg wurden diese Theaterstücke einstudiert, geprobt und aufgeführt. Leider viel zu früh verstarb Alfred Hilzinger im Jahre 1999.

Die Fußballmannschaft des SV Bergfelden musste nach immerhin fast fünfjähriger Zugehörigkeit 1989 dann wieder in die Kreisliga A zurückkehren. Mit unterschiedlichem Erfolg landete man letztlich wieder in der Kreisliga B. Rolf Kipp übernahm im Jahr 1991 das Amt des 1. Vorsitzenden.

Ihm folgte im Jahr 1992 Klaus Hilzinger, der bis heute als Vorsitzender fungiert.

Im Jahr 2009 wurden zwei Großprojekte in Angriff genommen. Im Frühjahr begannen die Arbeiten mit dem Bau eines Trainingsplatzes auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie. Der Trainingsplatz wurde komplett in Eigenregie und Eigenleistung erstellt.

Ebenfalls im Jahr 2009 begann der Umbau und die Renovierung des Sportheims. In nur drei Monaten wurde das in die Jahre und nicht mehr zeitgemäße „Sporthäusle“ in ein attraktives Vereinsheim umgebaut. Beide Projekte standen unter der Leitung des damaligen zweiten Vorsitzenden Roland Grathwol.

Im selben Jahr wurde auch die Satzung des SV Bergfelden dahingehend geändert, dass vier Vorstände die Geschicke des Vereins leiten können bzw. sollen. Aktuell sind dies Carsten Vogt (Finanzen), Wolfgang Heizmann (Gebäude und Anlagen) und Klaus Hilzinger (Veranstaltungen). Der vierte Vorstandsposten (Sport) ist aktuell nicht besetzt.

Im Aktiven Fußballbereich schloss man sich 2013 mit der SG Mühlheim/Renfrizhausen zusammen, um auch weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Mit dem Aufstieg in die Kreisliga A krönte man diese Kooperation 2016. 2018 musste man aber wieder den Weg zurück in die Kreisliga B gehen, wo man in der vergangenen Saison, bedingt durch Vereinswechsel und „Karriereenden“ abgeschlagen den letzten Tabellenplatz belegte.

Ab der Saison 2019/2020 spielt man nun in einer neuen Spielgemeinschaft mit dem SV Heiligenzimmern im Bezirk Zollern in der Kreisliga B um Punkte. Man darf gespannt sein, wie sich diese neue Kooperation entwickelt.

In der Saison 2012/2013 ging man im Jugendfußball einen neuen und auf die Zukunft ausgerichteten Weg. Die Vereine SV Bergfelden, SV Heiligenzimmern, TSG Wittershausen, VfB Sigmarswangen, SG Mühlheim-Renfrizhausen und die SG Vöhringen schlossen sich zur SGM Vöhringen zusammen.

Bereits 2013 entschieden sich die Vereine aus Sigmarswangen, Mühlheim-Renfrizhausen und Wittershausen aber dazu der SGM wieder den Rücken zu kehren.

In der Saison 2017/2018 trat dann der FC Holzhausen dieser Spielgemeinschaft bei.

Im Mai 2012 wurde Edgar Gaißer aus Aach im Hegau als erster Jugendkoordinator vorgestellt. Im folgte im Februar 2013 Matthias Schmuck aus Freilassing in Bayern. Im April 2014 wurde Wolfgang Ottmar aus Baisingen als Jugendkoordinator unter Vertrag genommen, der auch noch heute in dieser Funktion überaus erfolgreich tätig ist.

Im August 2018 wurde Christopherus Graf als Mädchenreferent angestellt. Die Wiederaufnahme des Mädchenspielbetriebs startete 2018/2019 mit einer C-Juniorinnen Mannschaft. 2019 ging man eine Kooperation mit dem TSV Geislingen im Mädchenfußball ein.

Aktuell spielen 18 Jugendmannschaften unter dem Namen der SGM Vöhringen. Betreut werden die ca. 250 Kinder von 40 Trainer/Trainerinnen und Betreuer. Unterstützt wird die SGM durch 10 Mitarbeiter im Orga-Team.

Zurück