Geschichte

Der Sportverein Bergfelden 1949 e.V. ist nach der Mitgliederzahl von ca. 490 Mitgliedern (Stand 31.12.2011) der zahlenmäßig stärkste Verein in der hiesigen Ortschaft.

Die Vereinsgründung konnte im Jahr 1949 deshalb vollzogen werden, weil beherzte Männer wie Herbert Grathwol, Werner Hezel, Erich Kipp, Gottlob Michel, Christian Schaible und Erich Weik beim französischen Gouverneur die Abhaltung einer Gründungsversammlung beantragten. Diese Gründungsversammlung wurde mit dem Schreiben vom 06. April 1949 gestattet.

Nach dem Gründungsprotokoll vom 10. Mai 1949 wurde der Sportverein Bergfelden am 13.04.1949 aus der Taufe gehoben. Leiter der Gründungsversammlung war Erich Weik.

Bergfeldens erster Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg, Christian Plocher, übernahm im ersten Vereinsjahr kommissarisch die Leitung des Vereins.

In den Sparten Fußball, Handball und Leichtathletik wollte man sich künftig sportlich betätigen. Zum ersten Vorsitzenden wurde Willi Kopp gewählt. Am 19. Februar 1957 wurde der Sportverein Bergfelden beim Amtsgericht in Horb in das Vereinsregister eingetragen. Die weiteren Eintragungen wurden später dann beim Amtsgericht in Oberndorf vorgenommen.

Der Fußball war zunächst die Sportart, die am meisten Gefallen bei den Mitgliedern fand. Da die Geldmittel fast völlig fehlten, mußten sich die Fußballer zuerst mit einem Behelfssportplatz zufrieden geben.

Mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung und durch erhebliche Eigenleistungen des Vereins konnte schon im selben Jahr zur Pfingstzeit der eigentliche Sportplatz eingeweiht werden.

Die Saison 1949/50 wurde mit einem fünften Tabellenplatz abgeschlossen. Da gleichzeitig eine Jugendmannschaft ins Rennen geschickt werden konnte, war genügend Spielermaterial vorhanden, mit dem auch im Spieljahr 1954/55 der erste große Erfolg gefeiert werden konnte. Die Mannschaft wurde Meister und stieg in die damalige B - Klasse auf. Auch die Jugend ließ durch Kreismeisterschaften in der Saison 53/54, 54/55 und 56/57 aufhorchen.

Im Jahr 1955 wurde Reinhold Kimmich Vorsitzender des SVB und konnte durch die Meisterschaft in der B – Klasse einen weiteren Höhepunkt in der Saison 55/56 miterleben. Im gleichen Jahr wurde die Jugendmannschaft Bezirksmeister. Dies waren beachtliche Erfolge für den noch relativ jungen Verein.

Auf Initiative des damaligen Lehrers Wittka wurde im Jahre 1954 auch eine Sparte Turnen gegründet, die von Turnwart Alfred Wössner geleitet wurde. Auch in dieser Sportart kam man mit viel Erfolg von den Turnveranstaltungen zurück ins Mühlbachtal. 1955 wurde auf Kosten des Vereins der Sportplatz vergrößert, und zur Einweihung fand am 5. Juni das Mühlbachpokalturnier statt.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des SVB war die Einweihung des Sportheimes am 29. September 1958, das zuvor mit viel Eigenleistungen erstellt worden war. Zum damaligen Zeitpunkt war es das einzige Sportheim in der näheren Umgebung.

Einen großen sportlichen Erfolg konnte der Verein in der Saison 59/60 feiern. Die Männer des SV Bergfelden wurden Meister der A - Klasse und stiegen in die 2. Amateurliga auf. Es dauerte dann zwar nur ein Jahr, bis die Elf wieder zurück in die A - Klasse mußte. Postwendend wurde Bergfelden wieder Meister und konnte sich nunmehr zwei Jahre auf überregionaler Ebene halten. In dieser Zeit (1958 - 1964) leitete Walter Kimmich die Geschicke des Vereins. Nach ihm wurde für zwei Jahre Werner Steinbach Vorsitzender. Seinem Nachfolger Siegfried Herrmann war es dann vorbehalten, den neu angelegten Sportplatz an der damaligen Kirchberger Straße einzuweihen.

Daß nach Höhen auch Tiefen folgen mußte man in den kommenden Jahren erfahren. Die „Erste“ stieg in die B – Klasse ab und spielte dort mit unterschiedlichem Erfolg bis 1977. Es erfolgte der Abstieg in die unterste Spielklasse. Doch sofort wurde souverän die Meisterschaft geholt, so daß die Mannschaft in die neu gegründete Kreisliga A aufstieg. Dies war für die Fußballer wie auch für den damaligen Vorsitzenden Rolf Kipp, der von 1970 bis 1981 dem Verein vorstand, eine große Erleichterung.

Im Jahr 1982 wurde Edgar Pakai zum Vorsitzenden gewählt. In dieser Zeit wurde das Sportheim des SV Bergfelden nahezu völlig neu gestaltet. In vielen Arbeitsstunden wurde ein völlig neuer „Sportler - Treffpunkt“ geschaffen.

Auch die „Dickeberg - Halle“ wurde von der Stadt Sulz fertiggestellt. Dies hatte für den Verein völlig neue Perspektiven zur Folge. Die Halle mußte mit Leben gefüllt werden, so daß neben dem Fußball weitere Aktivitäten geweckt wurden. Skigymnastik, Jedermannsturnen für Männer und Frauen und Tischtennis gab es nun im Verein. Neben der Wanderabteilung die damals schon seit 20 Jahren im Verein existierte, gründete man auch noch eine Badminton - Abteilung.

Beim Fußball gab es ebenfalls neuen Auftrieb. Unter Trainer Karl-Eugen Becker wurde die Meisterschaft der Kreisliga A im vierten Anlauf endlich geschafft. In der Spielrunde 85/86 stieg man in die Bezirksliga des Bezirks Nördlicher Schwarzwald auf. Im selben Jahr gewann man dann auch den begehrten Mühlbachpokal.

Auf Initiative des Vorsitzenden Edgar Pakai wurden ein Dorfpokalturnier ausgerichtet. Diese Veranstaltung war ein großer Erfolg, so daß sie in den folgenden Jahren zur festen Einrichtung im Vereinskalender wurde.

Allerdings sorgte ein schlimmes Unglück im Jahre 1991 für die kurzzeitige Einstellung dieser Traditionsveranstaltung. Durch einen Gewittersturm mit über Windstärke 10 war in sekundenschnelle das Festzelt zerstört. Es gab glücklicherweise nur Leichtverletzte . Das Fußballturnier mit den Sportfreunden aus Altenberg, der Partnerstadt von Sulz am Neckar, mußte zuerst unterbrochen und dann abgebrochen werden.

Als erster Verein veranstaltete der Sportverein Bergfelden 1982 eine Weihnachtsfeier in der neuen Halle, die dann im Wechsel zwischen den drei „großen“ Vereinen durchgeführt wurde.

Daß bei jeder Weihnachtsfeier auch Theaterstücke einstudiert wurden galt bald als selbstverständlich. Der damalige Schulleiter der Bergfelder Grundschule, Alfred Hilzinger, übernahm dabei die Rolle des Intendanten. Mit großem Erfolg wurden diese Theaterstücke einstudiert, geprobt und aufgeführt. Leider viel zu früh verstarb Alfred Hilzinger im Jahre 1999.

Die Fußballmannschaft des SV Bergfelden mußte nach immerhin fast fünfjähriger Zugehörigkeit1989 dann wieder in die Kreisliga A zurückkehren. Mit unterschiedlichem Erfolg landete man letztlich wieder in der Kreisliga B. Rolf Kipp übernahm im Jahr 1991 das Amt des 1. Vorsitzenden.

Ihm folgte im Jahr 1992 Klaus Hilzinger. Mit guten Ansätzen und mit viel Elan setzte man sich nach der Meisterschaft in der Kreisliga B 1995/96 für drei Jahre in der Kreisliga A fest. Nach dem erneuten Abstieg wurde jetzt in der vergangenen Saison 1998/99 wieder der Aufstieg in die Kreisliga A geschafft.

Der jetzige Vorsitzende Klaus Hilzinger nahm auch wieder die Tradition der Dorfpokalturniere auf. Im zweijährigem Wechsel findet dieses Turnier nun wieder statt.

Die Zukunft bringt sicher noch viel Arbeit mit sich. Wenn man bedenkt, daß man einen neuen Sportplatz errichten möchte, ist eigentlich wieder für viel Planung und Arbeit gesorgt. Der Verein aber besitzt die Möglichkeiten, sich diesen Herausforderungen zu stellen und sie auch zu meistern. Das Miteinander und das Füreinander, das seit der Vereinsgründung vor 57 Jahren schon immer eine große Rolle gespielt hat, wird auch in der kommenden Zeit Bestand haben.